Unser Ort
Unser Ort ist als Flüchtlingsstadt entstanden.
Wir sind eine Gemeinde am Nordrand des Kreises Segeberg in Schleswig-Holstein.
Fläche: 3,32 km²
Einwohner: 4.643 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 1398 Einwohner je km²
Die höchste Einwohnerzahl bestand 1996 mit 6.028 Personen.
Der Ortsname Trappenkamp kommt von einer alten Flurbezeichnung, die sich aus den beiden Wörtern „Trappen” (Bodenvögel, die in Grassteppen und in den Feldern leben) und „Kamp” (eingehegtes Feld) zusammensetzt. Bei der 1936 erfolgen Umbenennung für das Gelände des Marinearsenals in Trappenkamp griff man auf den Namen eines zur Gemeinde Tarbek gehörenden Flurstücks zurück.
Geschichte
Die territorialen Ursprünge der heutigen Gemeinde Trappenkamp gehen auf einen ehemaligen preußischen Exerzierplatz für Kavallerie und Infanterie, die “Gönnebeker Heide”, zurück. Ab 1901 begann man mit der Kultivierung und Aufforstung der „Gönnebeker Heide”. Diese Maßnahme dauerte bis in die 1920er Jahre an.
Im Juli 1934 befahl die Marineleitung in Berlin die Neuanlage eines Minenlagers in der Nähe von Kiel. Dieses Minenlager sollte zur Entlastung des Sperrdepots in Kiel-Dietrichsdorf dienen. Als Standort des neuen Arsenals wurde der ehemalige Staatsforst Neumünster ausgewählt. Der Forst Halloh südlich von Boostedt wurde nicht gewählt, da das Gelände, welches zu diesem Zeitpunkt verfügbar war, nicht geeignet war: der Baumbestand war in diesem Bereich zu stark gelichtet, der Boden zu uneben, und es war ein beliebtes Ausflugsziel der Neumünsteraner Bevölkerung. 1940 legte man jedoch an einer anderen Stelle im Forst Halloh die Luftmunitionsanstalt 6/XI Boostedt an.
Am 18. Mai 1945 besetzten englische Truppen das Marine-Sperrwaffen-Arsenal Trappenkamp. Nachdem das ehemalige Marine-Sperrwaffen-Arsenal Trappenkamp geräumt worden war, bezogen Vertriebene aus dem Sudetenland und Flüchtlinge aus anderen ehemaligen deutschen Ostgebieten die ehemaligen Wehrmachtsbauten.
Am 1. April 1956 wurde die damals knapp 900 Einwohner zählende „Siedlung Trappenkamp” auf Geheiß der schleswig-holsteinischen Landesregierung zu einer selbständigen, amtsfreien Gemeinde erklärt. Damit ist Trappenkamp die jüngste Gemeinde in Schleswig-Holstein.
Dadurch, dass hier alle (zumindest alle Älteren) zugezogen sind, herrscht hier eine gewisse Offenheit und Weite. Hier leben Menschen aus ganz Deutschland, viele aus den Ostgebieten, und 377 Ausländer aus 43 Nationen (Stand: 13.1.03).
Am 1. Januar 2008 trat Trappenkamp (entschieden durch unsere Gemeindevertreter ohne Bürgerabstimmung) dem Amt Bornhöved bei und ist seitdem Sitz des Amtes.
Das war vor 50 Jahren
Segeberger Zeitung / Holsteiner Tageblatt
Zusammengestellt und kommentiert von Peter Zastrow 18.03.2006
Trappenkamp, Dienstag, 20. März. Nachdem die Gemeindevertretung Bornhöved sich am 18. 10. 1955 für die Neubildung der Gemeinde Trappenkamp ausgesprochen und 5. März 1956 die Festlegung der Grenzen beschlossen hatte, entschied nun das schleswig-holsteinische Kabinett am Montag auf Grund des §15 der Gemeindeordnung, den Ortsteil Trappenkamp aus der Gemeinde Bornhöved auszugliedern und eine selbständige Gemeinde Trappenkamp zu bilden. Die neue Gemeinde wird rund 172 ha groß sein und zurzeit rund 839 Einwohner haben.
Segeberger Zeitung vom 18.03.2006
Seit dem 1.1.2008 hat das Amt Bornhöved ( zuständig für die Gemeinden: Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek, Tensfeld und Trappenkamp ) seinen Sitz nach Trappenkamp verlegt und seine Verwaltung, die nun auch wieder für Trappenkamp zuständig ist, ist im Bürgerhaus beheimatet.
Tageschance
. AG Friedensforschung "Friedensratschlag"
DFG-VK
Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V.
Aktionsbündnis Sozialproteste
Alternative Europa Plattform
attac
Campact
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