Seit Jahren verfällt unser Jugendzentrum! Warum?

Das 1934-36 für die Wehrmacht als Kommandantur erbaute Gebäude, in der jetzigen Hermannstädter Straße 29 Ecke Ostlandplatz, wurde nach Beendigung des Krieges für unterschiedliche Zwecke genutzt.
Seit dem 3. November 1978 wurde und wird das Gebäude als Jugendzentrum genutzt und wurde bis jetzt, außer der Erneuerung von Fenstern und des Einganges, nicht wesentlich geändert oder saniert. Im Laufe der Zeit haben die Gemeindeführung und der damalige Sozialpädagoge es geduldet, dass das Gebäude unkontrolliert durch Efeu, Blauregen, Knöterich, ect. über- und umwuchert wurde.

Vom Blauregen weiß man, das dieser die Kraft hat erhebliche Gebäudeschäden zu verursachen, was nach der Entfernung des Grünbewuchses  im Jahre 2014 ja dann auch sichtbar wurde. – Schiefertafeln und Dachziegel waren abgehoben oder sogar beschädigt.
Diese Schäden wurden bis jetzt nicht behoben und es wurden auch keine Maßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes und zur optischen Verschönerung  des Gebäudes ergriffen.
Wenn nicht ab und zu Fahrzeuge vor dem Haus stehen würden, könnte man den Eindruck haben, dass es sich um ein ungenutztes und verwahrlostes Gebäude handelt.
Und so ein Gebäude bietet unsere Gemeindeführung unseren Jugendlichen seit Jahren als Jugendzentrum an.

Weil einige Gemeindevertreter meinten, dass das Gebäude ein „historisches“ sei und somit erhaltenswert, wurde am 23.03.2015 ein Ausschuss Jugendzentrum gegründet, dieser beschloss dann einstimmig:
„Der Ausschuss bittet den Bürgermeister, einen Bausachverständigen mit der Begutachtung des Gebäudes und einer gutachterlichen Stellungnahme zu beauftragen.“
Es stellt sich die Frage,
–  warum hat man nicht schon früher für den Erhalt gesorgt?
– Und, soll mit dem Gebäude aus der Nazi-Zeit der damaligen Regierung ein Denkmal gesetzt werden?

—— Nach einem Jahr wurde ein energetisches Gutachten (datiert vom 14.04.16) vorgelegt. Dieses entsprach  nicht den Forderungen des Ausschusses. Wartung und Instandhaltung des Gebäudes fanden wieder keine Berücksichtigung (es entstanden nur weitere unnötige Kosten für die Gemeinde, sprich den Bürger).

Im Ausschuss für Bildung und Soziales am 26.06.2016:
Herr Greiner tätigt eine Anfrage an den Bürgermeister.

Mehrmals wurde ein Beschluss im ‚BiSo‘ angemahnt, nach dem der Bauzustand des Jugendzentrums von einem Bausachverständigen eingehend untersucht werden sollte. Der Beschluss hierzu wurde durch den Ausschuss Jugendzentrum einstimmig am 23.03.2015 beschlossen. Herr Greiner bittet um Erläuterung, warum dieses nicht in die Tat umgesetzt wurde und wie die Angelegenheit weiter behandelt werden soll.

Bürgermeister Krille bittet um Vorlage der Beschlüsse.

Nach eingehender Diskussion einigt man sich im Ausschuss darauf, dass Frau Kegel-Maier beauftragt wird, die Angelegenheit mit dem Bauamt zu klären. Insbesondere wird Wert darauf gelegt, dass nicht nur ein Energiegutachten (wie passiert) gefertigt wird, sondern ein Bausachverständiger soll ein umfangreiches Gesamturteil abgeben.

——–Dann ca. nach 1 ½ Jahren wurde eine Gutachterliche Stellungnahme vom 27.11.2017 präsentiert, die nur auf vorgenommenen Sichtprüfungen basiert. Hier wird nur das dokumentiert und für gut befunden, was den Erhaltensbefürwortern entgegen kam.
Wie will man wissen, ob die Bausubstanz noch einwandfrei ist ohne labortechnische Materialprüfung? Es stellt sich die Frage: „Wem dient dieses Gutachten?“

Siehe hier >>>Gutachten<<<

Selbst danach wurde am Gebäude nichts zum Erhalt durchgeführt.
Die Gemeinde ist im Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen worden und die Gemeindevertreter erhoffen sich somit erhebliche Fördermittel und es wird weitere Jahre dauern bis etwas geschieht.

Bis dahin müssen wir uns wohl oder übel diesen Schandfleck ansehen.

An den nachfolgenden Bildern kann man ja schon mal sehen wie ernsthaft die Erhaltung von Gemeindeeigentum betrieben wird.

Der Bürgermeister bekundet ja ständig, er wolle Trappenkamp touristisch nach vorne bringen.
Ich meine – bei diesen Bildern – so wird das nichts. Es sei denn zur Abschreckung.

09.08.2013

17.07.2014

06.03.2019

Hierhin soll das Jugendzentrum umziehen