Bankenrettung in Trappenkamp?

Der Bürgermeister braucht größere Räumlichkeiten, zum Beispiel für anstehende Konferenzen, Empfänge und zusätzliche Verwaltung. Mit dieser Überlegung liebäugelt die Orts-SPD schon seit Jahren, denn es hat sich gezeigt, dass die derzeitige Räumlichkeit dafür nur wenig geeignet und ausreichend ist.

Im Frühjahr 2014 kam unerwartet der Landesverein für Innere Mission Schleswig-Holstein mit einem Ansinnen auf die Gemeinde zu. Es ging um den Erwerb des Grundstückes des ehemaligen Hochhaus-Geländes in der Gablonzer Straße 11, um dort seniorengerechte Wohnungen zu bauen.
Endlich war die Möglichkeit, den unansehnlichen Platz sinnvoll zu nutzen und Trappenkamp damit aufzuwerten, zum Greifen nahe. Bei weiteren Diskussionen, bezüglich der Aufteilung der Grundrisse für die Gebäude, schaffte es die SPD, dass noch eine Fläche für ein etwas kleineres Gebäude mit Obergeschoss eingeplant wurde. Hier sollten neue Räumlichkeiten für die Polizei und Gemeinderäume für den Bürgermeister entstehen.

Die Gemeinde musste nur dafür sorgen, dass die geplante Seniorenresidenz in dem Neubaugebiet „Große Heide“ jetzt Michael-Ende-Weg nicht mehr gebaut würde. Was sie dann durch Kauf und die Umplanung des Geländes auch erreichte.
Leider entschied der Landesverein während der Verhandlungs- und Planungsphase, dass das Gebäude, in dem die Gemeinderäume und die Polizei untergebracht werden sollten, nicht mehr gebaut wird.

Die Polizei fand schnell Ausweichräume in dem ehemaligen Schlecker Markt.
Die SPD schmiedete weiter an ihren Ideen, wobei sie, wie so häufig, Vorschläge der TraBI´s, wie z.B. das alte ALDI Gebäude in der Erfurter Straße zu erwerben und umzugestalten, als nicht machbar außer Diskussion stellten.

Dann wurde im Frühjahr 2017 bekannt, dass das Gebäude am Markt, in dem die Sparkassen-Filiale stationiert ist, über die Internetplattform „Immobilienscout24“ für 700.000 EURO zum Verkauf angeboten wurde.

Die Kreissparkasse wollte näher am Kunden sein, und plante einen Neubau in Containerform auf dem hinteren Famila-Parkplatz. Was ja, wenn man die Parkplatzsituation rund um den Markt kennt, logisch und sinnvoll ist.

Alle Gemeindevertreter waren sich darüber einig, dass die Gemeinde das Gebäude kaufen und für Gemeindezwecke umgestalten (Bürgermeisterräumlichkeiten Verwaltung, etc.) soll.
Der Bürgermeister wurde einstimmig beauftragt das Gebäude zu erwerben.

Das Gebäude wurde für fast 700.000 € Euro 2018 gekauft.

Die Kreisparkasse stellte zwischenzeitlich ihren Neubau an Hand von Zeichnungen vor, und danach war erst einmal Ruhe.
Als im November 2018 bekannt wurde, das die Volksbank-Filiale in Trappenkamp zum Februar 2019 geschlossen wird, hieß es plötzlich, dass die Kreissparkasse ihr Pläne verworfen hat, und am Markt ihre Filiale im ursprünglichen Gebäude, dass sie jetzt von der Gemeinde Trappenkamp gepachtet hat, weiterhin betreibt.

Was bedeutet das nun für die Gemeinde?

Nun doch kein Gebäude für den Bürgermeister aber 572.400 EURO futsch, nachzulesen Im Blickpunkt unter:

Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2019 wird im Ergebnisplan mit einem Jahresfehlbetrag von 572.400 EURO festgesetzt.             >>>siehe hier<<<

Wenn das kein Erfolgskurs ist, was ist es dann? Da fällt mir der Slogan der SPD ein: „SPD … gut für Trappenkamp“

Das Amt pachtet nun die Räumlichkeiten der ehemaligen Volksbank-Filiale. Ist ja egal ob sie diese oder die angedachten Räumlichkeiten von der Gemeinde Trappenkamp pachten.

Gewinner ist und bleibt die Kreisparkasse. Denn die Pacht fällt mit ziemlicher Sicherheit geringer als vorher aus, auch wenn der Platz nicht die Vorteile des Famila-Parkplatzes bietet, es muss kein weiteres Geld für die Neueinrichtung investiert werden.